Mehr Informationen zu der Schlacht bei Auerstedt

1806 - Schlacht bei Jena und Auerstedt

In Hassenhausen können Sie einen Blick über das Schlachtfeld werfen. Sehen Sie die Stelle, wo Marschall Davout am 14. Oktober 1806 mit seinem Korps die preußische Armee unter dem Herzog von Braunschweig bei Auerstedt schlug, obwohl diese ihm zahlenmäßig deutlich überlegen war, während etwa zur gleichen Zeit, nur 25 km entfernt, Napoleon Bonaparte mit seiner zahlenmäßig überlegenen Armee die preußisch-sächsische Armee bei Jena schlug.

Anfang Oktober 1806 zogen die französischen Truppen über Saalfeld in die Naumburger Region und besetzten diese. Hierdurch wurden die preußischen Truppen von ihrem eigentlichen Herrschaftsgebiet abgeschnitten. Der Preußische König Friedrich Wilhelm III. bezog das Quartier im Posthaus in Auerstedt, das Schloss Auerstedt diente als Hauptquartier der Preußischen Armee.

Am Morgen des 14. Oktober schickte der König die Division Schmettau nach Bad Kösen. Dort sollten sie die Saalequerung absichern. Sie kamen jedoch zu spät, denn der Pass war bereits von den vorrückenden Franzosen unter Leitung von Louis Nicolas Davout besetzt.

Gegen 06:00 Uhr morgens marschierte die preußische Armee mit 49.800 Mann und 215 Geschützen in Richtung Hassenhausen. Zur gleichen Zeit marschierten die französischen Truppen mit rund 27.300 Mann und 45 Geschützen in Richtung Apolda. Beide Armeen trafen bei Hassenhausen aufeinander und bezogen Stellung. Gegen 10:00 Uhr ertönte der Befehl, das Dorf Hassenhausen einzunehmen. Dadurch dass die Franzosen den Schutz der Häuser nutzen, konnten sie die preußische Armee aufhalten. Es kam zu verlustreichen Kämpfen, bei denen der Herzog Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig durch eine Kugel im Kopf getroffen wurde. Da es den Preußen nun an einer Führung fehlte, kam es nun zu ungeordneten Gefechten.

Um 15:00 Uhr rief der Preußische König Friedrich Wilhelm III. zum Rückzug auf. Während des Rückzugs verfolgten die französischen Truppen die Preußen und trieben diese in weiteren Gefechten zurück. Am Ende beklagten die Preußen etwa 13.000 Tote und die Franzosen etwa 7.420 Tote. König Friedrich Wilhelm III. musste seiner Frau mit Königin Luise und dem Hofstaat über Küstrin nach Memel fliehen.

Am Rande des Schlachtfeldes vom 14.10.1806 wurde ein Denkmal zu Ehren des gefallenen Oberbefehlshabers der preußischen Armee Herzog Karl Wilhelm Ferdinand von Braunschweig errichtet. Auch das Heimatmuseum in Hassenhausen erinnert in einer Ausstellung an die Ereignisse des 14. Oktober 1806.

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